Woche 2 im Kloster Einsiedeln

Liebe Leserinen und Leser

„Der Name Jesu sei euer Gruß“

Mit diesem schönen Gruß unseres Schweizer Nationalheiligen Bruder Klaus möchte ich die zweite Woche Begrüssen. 


Am Anfang der Woche feierten wir den Namenstag des heiligen Justinus, des Märtyrers und Philosophen des 2. Jahrhunderts, der seinen Glauben mutig bis zum Tod bezeugte. Pater Justinus der Klostergemeinschaft durfte an diesem Tag seinen Namenstag feiern.


Spannende Entdeckungen im Klosterarchiv

Am Montagnachmittag führte uns Pater Meinrad durch das Archiv des Klosters. Diese Führung war unglaublich spannend. Wir konnten uralte Bücher, über hundert Jahre alte päpstliche Bullen, Pergamente, historische Urkunden und Siegel bestaunen. Hinter jedem Dokument verbarg sich eine eigene Geschichte.






Besonders faszinierend, waren die alten Fotografien. Sie ließen die Geschichte des Klosters förmlich lebendig werden. Auf manchen Bildern war zu erkennen, dass das Kloster früher viele tierische Bewohner hatte. Darunter befanden sich sogar außergewöhnliche Tiere wie zwei Löwen, ein Wolf und ein Adler. Auch verschiedene Reliquien von Heiligen konnten wir betrachten.






Neben diesen historischen Entdeckungen standen auch praktische Arbeiten an. So halfen wir im Garten beim Abflammen des Unkrauts.


Besuch im Kloster Fahr

Am Dienstag besuchten wir das Kloster Fahr. Dort feierte Pater Philipp mit den Schwestern die Heilige Messe. Wir wurden von den Benediktinerinnen außerordentlich herzlich empfangen und anschließend zum Frühstück eingeladen.


Die Schwestern verwöhnten uns mit frischem Brot, selbstgemachter Konfitüre, feinem Käse und Tee. Danach erhielten wir eine kleine Führung durch das Kloster und bekamen Einblicke in die Ausstellung der begnadeten Schriftstellerin Silja Walter.



Ein weiteres Highlight war der wunderschöne Klostergarten. Eine Schwester servierte uns dabei herrlich süße Erdbeeren, natürlich frisch vom Garten. In einem Innenhof entdeckten wir sogar einen kleinen Teich, in dem eine Ente mit ihren Jungen lebte. Dieser Anblick war einfach herzerwärmend.




Kloster Kappel und die Globi-Legende

Auf dem Rückweg nach Einsiedeln machten wir einen kurzen Halt beim ehemaligen Kloster Kappel. Die geschichtsträchtige Anlage beeindruckte uns sehr.




In der Nähe soll einst der Schöpfer der Schweizer Kultfigur Globi gelebt haben. Einer Legende zufolge habe er sich von einigen Wandmalereien inspirieren lassen, deren Ähnlichkeit mit Globi tatsächlich verblüffend ist. Der Erfinder selbst bestritt jedoch diese Verbindung. Ob an der Geschichte etwas Wahres ist, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.Für mich als alter Globi Fan seit der Kindheit war das ein tolles Erlebnis.



Ausstellung über den Felssturz von Blatten

Besonders eindrücklich war auch der Besuch einer Ausstellung über den Felssturz von Blatten. Die Bilder und Berichte über die Naturkatastrophe berührten uns sehr. Zu sehen, wie ein ganzes Dorf von den gewaltigen Kräften der Natur zerstört wurde, machte uns betroffen und nachdenklich. 


Für unsere Gemeinschaft hatte dieses Ereignis eine besondere Bedeutung, da ein Mitbruder ursprünglich aus Blatten stammt. Dadurch wurde das Geschehene für uns noch greifbarer und persönlicher. Die Ausstellung zeigte nicht nur das Ausmaß der Zerstörung, sondern auch den Mut, die Hoffnung und den Zusammenhalt der betroffenen Menschen.Die mit der Hilfe des Glaubens Tag für Tag weiter gehen und für einander da sind. Speziell ist das ein Helgenstöckli vom Heiligen Antonius kommplett unzerstört blib die Kerze die dort entzündet wurde brannte sogar noch!!! Ein wahres Wunder! Ich schliesse alle diese Menschen in mein Gebet ein wen sie mögen können sie sich ja dem Gebet anschliessen.


✨ Ein ganz besonderer Moment: Mein erstes Mal als Ministrant

Einer der schönsten und bedeutendsten Momente dieser Woche war für mich, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben ministrieren durfte. Es war für mich eine große Ehre und ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde.


Während der Fronleichnamsfeier durfte ich direkt am Altar dienen und den Priester unterstützen. Dabei die Heilige Messe aus dieser besonderen Nähe mitzuerleben, war sehr eindrücklich. Als Ministrant ist man der Heiligen Eucharistie und dem liturgischen Geschehen besonders nahe, was mich tief berührt hat.


Die feierliche Fronleichnamsprozession mit den vielen Gläubigen, den Gesängen und dem gemeinsamen Glaubenszeugnis machte diesen Tag zu etwas ganz Besonderem. Für mich war dies nicht nur eine neue Erfahrung, sondern auch ein wertvoller geistlicher Moment, für den ich sehr dankbar bin. 🙏

Ruhe, Gebet und Abendspaziergänge

Neben all den spannenden Erlebnissen durfte ich in dieser Woche auch viele ruhige und besinnliche Momente erleben. Besonders die Abendspaziergänge rund um das Kloster waren für mich eine wertvolle Zeit, um die Eindrücke des Tages nachklingen zu lassen.

Die friedliche Stimmung am Abend, die schöne Landschaft und die Stille halfen mir, zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu schöpfen. Auch die gemeinsamen Gebetszeiten waren ein wichtiger Bestandteil des Tages. Im Gebet konnte ich Dankbarkeit für die vielen Begegnungen und Erfahrungen ausdrücken und die Gemeinschaft noch intensiver erleben.


Fazit

Die zweite Woche war reich an Begegnungen, Geschichte, Glauben und neuen Erfahrungen. Ob bei den Schwestern im Kloster Fahr, im faszinierenden Archiv des Klosters, bei der bewegenden Ausstellung über Blatten oder während der Fronleichnamsfeier – überall durfte ich wertvolle Eindrücke sammeln.

Besonders mein erster Dienst als Ministrant wird mir für immer in Erinnerung bleiben. Diese Woche hat mir gezeigt, wie bereichernd Gemeinschaft, Gebet, gelebter Glaube und die Begegnung mit der Geschichte sein können. Mit großer Dankbarkeit blicke ich auf diese Tage zurück und freue mich auf die kommenden Wochen.🙏✨Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern Gottesreichen segen. 

Möge Gott dich behüten 🙏 ✝️ 👋😊

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